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Peter Licht: Wir werden siegen -
Buch vom Ende des Kapitalismus

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Aufbegeheren, gebrochen Zeile
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Von Thujen und Tagen
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Stefan Heuer
Verlustreiches Ende
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Eine Perlenkette
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Liebe & Gin.
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Speiseeisheilige
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Streuverlust -
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Cannabis Sünde sein? -
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Ein Paradies ohne Trost.
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Die Kultur des HipHop

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Der Tod des Autors

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Aus der Proninz
ins Zentrum (et retour).
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Klaus Theweleit -
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Das mechanische Klavier

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Drei Strassen in Texten.
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Jochen Schimmang- Die Murnausche Lücke

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Adrian Kasnitz

LIEBE & GIN. PATRICK HAMILTONS "HANGOVER SQUARE"

Nun neigt sich der Wonnemonat. Allen unglücklich Verliebten sei ein Roman, "Hangover Square", empfohlen. Darin erduldet George Harvey Bone die Launen seiner angebeteten Netta, ohne sie wirklich für sich gewinnen zu können. Bone, ein Durchschnittscharakter ohne nennenswerte Eigenschaften, verkehrt mit einigen rauen Saufkumpanen im Londoner Stadtteil Earl's Court, der in der Vorkriegszeit für seine düsteren Pubs bekannt war. Während Bone versucht, bei den Trinkgelangen der um Netta versammelten Kleinkriminellen mitzuhalten, bastelt Netta an einer Schauspielkarriere, allerdings ohne dafür das nötige Talent geschweige denn die nötigen Kontakte zu haben. Bone dagegen verfängt sich in ihrem Lichtkreis wie eine Motte. In seinen als "tumbe Momente" empfundenen Aussetzern, die ihn für Stunden in eine Welt aus Watte hüllen, verkehren sich die Empfindungen für die Frau. Je verliebter der eine Bone ist, desto aggressiver die andere Person in ihm.

Nicht zufällig spielt der im englischen Original 1941 veröffentlichte Roman in den letzten Monaten vor Kriegsbeginn. Es besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen dem Charakter Bones und der schizophrenen Weltlage zwischen der britischen Appeasement-Politik und der schieren Aggression Hitler-Deutschlands. So ist auch Bones Ideal ein ruhiger, sicherer Provinzort namens Maidenhead, der genügend Nestwärme bieten soll als Schutz vor der bangen Zukunft. Weltflucht und Appeasement ist das gleiche Schicksal beschieden.

Hier liegt eine ungewöhnliche Milieustudie vor, vielleicht mit Alfred Döblins "Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord" vergleichbar, die dem Horizont eines verhuschten Täters nachspürt. Jeder, der schon einmal unglücklich verliebt war, wird George Harvey Bone verstehen.

Der Autor Patrick Hamilton (1904-1962) reiht sich in das Verlagskonzept des Zürcher Dörlemann Verlages ein, der seit etwa zwei Jahren einige verschüttete oder bei uns bislang übersehene "Klassiker" herausbringt. Dazu gehören beispielsweise der englische (nicht nur Reise-)Schriftsteller Patrick Leigh Fermor sowie der russische Nobelpreisträger (von 1920) Iwan Bunin.

Patrick Hamilton: Hangover Square. Eine Geschichte aus dem finstersten Earl's Court. Aus dem Englischen von Miriam Mandelkow. Dörlemann, Zürich 2005, 380 Seiten.