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kasnitz Adrian Kasnitz Die
besten Bücher 2003 Olaf Karnik
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Philipp
Grabinski "Einer der 20 Schriftsteller des 21. Jahrhunderts" behauptet kackfrech The New Yorker über Robert Antrim. Wird man das, wenn man eine "...Farce...über Psychoanalyse...Gruppendynamik...und Pancake." schreibt? Das zumindestens stellt The Times Literary Supplement in den Raum. Aber ich will nicht ungerecht sein, und außerdem sind Klappentexte nur etwas für Vertriebsleiter. Robert Antrims Roman ist gar nicht schlecht und teilweise benutzt er sogar postmoderne Elemente, obwohl die Postmoderne doch schon wieder vorbei ist. Oder um meine Kritik in gänzlich positive Fahrwasser zu manövrieren: "Ein Ego..." hat teilweise etwas von den Phantasmagorien der Romane Mark Twains wie "Ein Yankee aus Conneticut..." oder "Nummer 44". Antrim läßt seinen Helden in einem Restaurant an der Decke schweben. Das fällt zwar allen Gästen auf, wird aber nicht hinterfragt. So etwas liest man gerne, doch noch lieber lese ich derlei bei Mark Twain, weil es bei ihm Witz hat . Der scheint Antrim bei seiner Groteske abhanden gekommen zu sein. "Die Farce über Psychoanalyse und Lebensbewältigung" ist zu durchschaubar, aber vielleicht ist die Psychotherapeutenhörigkeit der Amerikaner für einen Europäer auch schon zu durchgekaut. Die Fähigkeit vieler amerikanischer Schriftsteller, gute Dialoge zu schreiben, wird trotz Antrims Beherrschung dieser Kunst leider etwas vernachlässigt zugunsten innerer Psychomonologe, die allerdings wiederum so peinlich selbstanalysierend sind, daß sie, wenn sie nicht Antrims Biographie entstammen, schon wieder verdammt gut sind. Wer weiß,
vielleicht war das Antrims Intention. Als Leser bleibt man etwas verwirrt
zurück, was nicht der schlechteste Zustand ist, in den man nach
einer Lektüre geraten kann. Watch out!
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