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Peter Licht: Wir werden siegen -
Buch vom Ende des Kapitalismus

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Aufbegeheren, gebrochen Zeile
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Von Thujen und Tagen
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Stefan Heuer
Verlustreiches Ende
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Speiseeisheilige
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Streuverlust -
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Dole Vita in Mannheim -
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Ein Paradies ohne Trost.
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Bier & Schläge

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Joachim Lottmann &
Diedrich Diederichsen

Olaf Karnik
Is this real?
Die Kultur des HipHop

Isabella Löhr
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Der Tod des Autors

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Neue Kokons

adrian kasnitz
Aus der Proninz
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Eine Anleitung

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Wie viel Autobiographie
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Wanderungen durch
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Im BMW mit
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Sport ist Mord

Achim Wagner
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Verschwende deine Jugend

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Drei Strassen in Texten.
Majakowskiring, Schönhauser Allee
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Achim Wagner
Havanna, Buchmessen, Sex und Pedro Juan

Benedikt Geulen
Jochen Schimmang- Die Murnausche Lücke

Benedikt Geulen
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Pjotr Aleschkowski: Stargorod. Stimmen aus einem Chor.

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Denken entlang der Hexenlinie - Deleuze und Guattari zur Philosophie


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Archiv Roundabout



 

Philipp Grabinski
"Ein Ego kommt selten allein" von Donald Antrim, Residenz Verlag, 2001

"Einer der 20 Schriftsteller des 21. Jahrhunderts" behauptet kackfrech The New Yorker über Robert Antrim. Wird man das, wenn man eine "...Farce...über Psychoanalyse...Gruppendynamik...und Pancake." schreibt? Das zumindestens stellt The Times Literary Supplement in den Raum. Aber ich will nicht ungerecht sein, und außerdem sind Klappentexte nur etwas für Vertriebsleiter.

Robert Antrims Roman ist gar nicht schlecht und teilweise benutzt er sogar postmoderne Elemente, obwohl die Postmoderne doch schon wieder vorbei ist. Oder um meine Kritik in gänzlich positive Fahrwasser zu manövrieren: "Ein Ego..." hat teilweise etwas von den Phantasmagorien der Romane Mark Twains wie "Ein Yankee aus Conneticut..." oder "Nummer 44". Antrim läßt seinen Helden in einem Restaurant an der Decke schweben. Das fällt zwar allen Gästen auf, wird aber nicht hinterfragt. So etwas liest man gerne, doch noch lieber lese ich derlei bei Mark Twain, weil es bei ihm Witz hat . Der scheint Antrim bei seiner Groteske abhanden gekommen zu sein. "Die Farce über Psychoanalyse und Lebensbewältigung" ist zu durchschaubar, aber vielleicht ist die Psychotherapeutenhörigkeit der Amerikaner für einen Europäer auch schon zu durchgekaut. Die Fähigkeit vieler amerikanischer Schriftsteller, gute Dialoge zu schreiben, wird trotz Antrims Beherrschung dieser Kunst leider etwas vernachlässigt zugunsten innerer Psychomonologe, die allerdings wiederum so peinlich selbstanalysierend sind, daß sie, wenn sie nicht Antrims Biographie entstammen, schon wieder verdammt gut sind.

Wer weiß, vielleicht war das Antrims Intention. Als Leser bleibt man etwas verwirrt zurück, was nicht der schlechteste Zustand ist, in den man nach einer Lektüre geraten kann. Watch out!

 


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