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Rheinische Brigade
gegründet am 28.8.2001 im Literaturhaus Köln


Aktivgruppe:

Jochen Groddeck (Bonn), Adrian Kasnitz (Köln), stan lafleur (Köln), Jürgen Reinecke (Köln), Louisa Schaefer (Köln), Enno Stahl (Köln), Achim Wagner (Köln).

Korrespondenten:

Kirsten Adamek (Köln), Jochen Arlt (Bad Münstereifel), Katrin Askan (Köln), Bernd Beißel (Bonn), Hans Bender(Köln), Roland Bergère (Köln), Nika Bertram (Köln), Annette Brüggemann (Köln), Bert Brune (Köln), OliverCech (Köln), Markus Costamagna (Düsseldorf), Marcel Diel (Bonn), Peter Farkas (Köln), Selajdin Gashi (Köln),Andreas Gelhard (Bonn), Benedikt Geulen (Köln), Vlado Franjevic (Triesen/Liechtenstein), Jens Hagen (Köln),René Hamann (Köln), Guy Helminger (Köln), Isabel Hessel (Köln), Bernd Imgrund (Köln); Rainer Junghardt(Köln), Alexander Kunz (Köln), Axel Kutsch (Bergheim), GrIngo Lahr (Leverkusen), Matthias Mainz (Köln/NewYork), Thorsten Nesch (Calgary/Leverkusen), Hella Neukötter (Köln), Günter Overmann (Köln), Ben Patterson(Wiesbaden), Dietmar Pokoyski (Köln), Stefan Römer (Köln), Roma (Köln), Mithu M. Sanyal (Düsseldorf),Matthias Schamp (Bochum), Rainer SELmanN (Bonn), Philipp Schiemann (Düsseldorf), Daniel Schöning (Bonn),Leander Scholz (Bonn), Ron Schmidt (Goch), Anne Stoll (Bonn), Jochen von Thülen (Bonn); Arnd Zickegraf (Köln).

 

Einige Grundsätze

1 - Rheinische Brigade

Die Rheinische Brigade ist ein freier Zusammenschluss von Autorinnen und Autoren aus den Rheinlanden. Frei von Provinzialismus oder gar Volkstümelei ist das ein Bekenntnis zur Region, nicht gegen den Zentralismus, sondern als föderalistische Ergänzung.
Es ist gleichzeitig ein Bekenntnis zum Internationalismus, zur Völkergemeinschaft mit den angrenzenden Regionen Hollands, Belgiens, Luxemburgs und Frankreichs.
Hinter dem Begriff „Brigade" verbergen sich nicht unbedingt kulturterroristische Absichten, er verweist mehr auf eine spezielle Organisationsform und den Willen der beteiligten Autorinnen und Autoren zu politischem Einspruch, auch zur politischen Einflussnahme.
Wir sind nicht länger gewillt, den Autor ausschließlich in die Rolle eines bürgerlich-individualistischen Karrieresubjekts gedrängt zu sehen. Diese Charaktermaske unterscheidet ihn von einem selbstständigen Unternehmer nicht wesentlich.
Die Rheinische Brigade hat sich zum Ziel gesetzt, den bloß belletristischen Rahmen zu überschreiten, in Wort und Tat.
Dem literarischen Ausdruck sollen dabei keine Grenzen gesetzt sein, die Mitglieder der RB sind auf keine strikte inhaltliche oder formale Ausrichtung verpflichtet. Jede/r steht für sich.
Gemeinsam ist jedoch allen die rheinische Mentalität (sei sie angeboren oder selbstgewählt), also Toleranz, Weltoffenheit und relaxter Humanismus. Nichtsdestotrotz ist die Orientierung in erster Linie geographisch zu verstehen, die Beteiligten leben eben nicht in Hamburg, München oder Berlin, sondern im Rheinland, und sie wollen dort bleiben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Gegend einen idealen Brückenkopf für die Direktkommunikation mit dem westlichen Europa darstellt.
Das Engagement für die rheinische Region und Literatur soll diese in ihrer Originalität kenntlich machen.

2 - Aktivitäten der Rheinischen Brigade

Zunächst einmal zielt der Zusammenschluss zur Rheinischen Brigade auf die Kommunikation untereinander, das Interesse an der Arbeit anderer Autorinnen und Autoren aus der Umgebung, gleich welcher Generation. Es sollen informelle Treffen stattfinden, bei denen Texte oder auch gesellschaftliche und politische Themen diskutiert werden.
Darüber hinaus ist eine permanente literarische und essayistische Beschäftigung anzustreben, die vorerst über digitale Rundbriefe oder Loseblatt-Sammlungen erfolgt, später über eine Web-Präsentation bzw. die Herausgabe einer Publikation. Alle Mitglieder der RB sind dazu aufgefordert, eigene Vorstellungen und Anregungen einzubringen, gerade auch solche, die den bisherigen Konsenspunkten zuwider laufen mögen - im Sinne einer regen Diskussion. Anders als in den hinlänglich bekannten E-Mail-Foren darf das Einwirken hier jedoch nicht als Detail- oder Pauschalkritik an einzelnen Punkten bestimmter Dialogbeiträge stattfinden, sondern akzeptiert wird nur ein eigener, abgeschlossener Textbeitrag, der seine Vorläufer quasi innerhalb des Systems kritisiert und ihnen gleichzeitig eine möglichst konstruktive (ebenfalls angreifbare) Position entgegenhält. Nur solche Beiträge werden in den Rundbrief aufgenommen, das ist aber kein inhaltliches, sondern ausschliesslich ein formales Kriterium: Zensur findet nicht statt.
Als Themen dieser Diskussionen stehen bislang etwa allgemeine kultur- und literaturtheore-tische/-praktische Fragestellungen zur Debatte ebenso wie zivilisationskritische Ansätze (Globa-lisierungsgewinne bzw. -verluste, Neo-Thatcherismus in der BRD, Architektur und Verwaltung in Techno-City, neue und alte Medien, Pop und Unterhaltung etc.), eventuell auch regionale Motive wie die Frage nach einer rheinischen Literatur und Identität (Gibt es sie? Wenn ja, worin besteht sie?), gibt es eine eigene kunst- und literarhistorische Tradition des Rheinlandes usf. - was immer den Beteiligten interessant, diskussions- oder kritikwürdig erscheint.

 

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